Die Gruppe theatrale subversion ist ein freies, im Jahre 2003 gegründetes Theater- und Performancekollektiv, das sich künstlerisch forschend mit der Jetztzeit auseinandersetzt. Dabei lässt sich die theatrale subversion von unterschiedlichen ästhetischen Zugängen inspirieren, um eine dem jeweiligen Thema entsprechende Ausdrucksform zu entwickeln. Ihre Arbeiten entstehen nach einer intensiven Recherchephase sowohl für die Bühne als auch an besonderen Orten im Stadtraum. Die Bühnenstücke zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich zwischen Performance und figurativen Theater bewegen und die Grenzen zwischen diesen Genres bearbeiten, verschieben und hinterfragen.

Die theatrale subversion arbeitet mit einem Netzwerk aus Theatermacher_innen in immer neuen Konstellationen und Produktionszusammenhängen. Die Zusammenarbeit mit Gastkünstler_innen und wechselnden Produktionspartner_innen ist ein wichtiges Merkmal unserer Arbeitsweise. Zur Kernbesetzung der theatralen subversion gehören derzeit Romy Weyrauch, Norman Grotegut, Michael Neil McCrae, Stephanie Krah und Martin Zepter. Produktionen der theatralen subversion wurden unter anderem von der Kulturstiftung des Bundes, dem Land Niedersachsen, der Stiftung Niedersachsen, der Kulturstiftung Sachsen, der Kulturstiftung des Freistaates Thüringen, der Stadt Dresden, der Rosa Luxemburg Stiftung – New York Office und durch das Nationale Performance Netz NPN gefördert. Zu sehen waren sie bisher auf Festivals in New York, Berlin, Hamburg, Köln, Bremen, Weimar, Göttingen und Erlangen – darüber hinaus auf Gastspielen in Würzburg, Gera, Hildesheim, Braunschweig und Dresden.

ROMY WEYRAUCH Romy

(*1983 in Erfurt/Thüringen) wuchs in Berlin auf und studierte in Exeter/GB (Drama) und bis 2011 in Hildesheim (Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis) mit Abschluss Diplom. Vor dem Studium war sie 3 Jahre Ensemblemitglied des Jugendtheaters P14 der Volksbühne Berlin. Im Rahmen eines FKJ hospitierte sie ein Jahr am Schauspiel Leipzig, führte dort ihre erste Regie und arbeitete anschließend als Regieassistentin für Armin Petras („krieg böse 5″). Während des Studiums war sie als Performerin und Regisseurin in verschiedenen Produktionen der Freien Szene tätig. Ihre Diplominszenierung „abstracts of men“ wurde 2010 u.a. am Maxim Gorki Theater Berlin im Rahmen des Osterfestivals der Kunsthochschulen gezeigt. Seitdem arbeitet sie als freie Theatermacherin, u.a. als Mitglied des Theater- und Performancekollektivs theatrale subversion.

NORMAN GROTEGUT 

(*1982 in Dresden / Sachsen) studierte in Landau in der Pfalz Norman(Sprechwissenschaften und Anglistik) und in Hildesheim (Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis). Seine Studien schloss er 2011 mit dem Diplom ab. Derzeit lebt er in Berlin und arbeitet als freier Sprecher, Schauspieler, Dokumentar- und Animationsfilmer, sowie als Medienpädagoge.Sein persönlicher Schwerpunkt liegt dabei in den dokumentarischen Erzählformen. Er arbeitete bei verschiedenen Musik- und Sprechtheaterproduktionen als Regieassistent bevor er in Hannover beim theater fensterzurstadt in mehreren Produktionen („five spot after dark“ und in der Reihe „Hannover mon amour“) zu sehen war. Außerdem arbeitete er an drei abendfüllenden Dokumentarfilmen als Kameramann mit (u.a. „Im besten Alter“ mit Sendetermin auf ARD 1 extra) und gab medienpädagogische Workshops u.a. an der Universität Hildesheim, in der Beiersdorf AG und dem Cinema Jenin in Palästina.

MARTIN ZEPTER Martin

(*1976 in Ansbach / Bayern) ist Regisseur, Dramaturg und Produzent für freies Theater. Er studierte in Würzburg (Germanistik, Anglistik und Philosophie), London (Theaterregie) und Hildesheim (Szenische Künste) und schloss mit dem Diplom der Kulturwissenschaften ab. Seit 2003 realisiert er jährlich Stücke mit dem freien Theaterkollektiv theatrale subversion. Von 2005 bis 2010 war er Geschäftsführer und Teil der künstlerischen Leitung des Theaterhaus Hildesheim (www.theaterhaus-hildesheim.de), das unter seiner Leitung zu einer wichtigen Spielstätte für freies Theater in Niedersachsen avancierte. Im Wintersemester 2008/09 war er als Lehrbeauftragter an der Uni Hildesheim für die Leitung der Presse und Öffentlichkeitsarbeit des Theater- und Performancefestivals transeuropa2009 (transeuropa-festival.de) beschäftigt. Im Jahre 2009 und 2010 war er als Regisseur für das Projekt „Stadt in Zukunft“ am Deutschen Theater Göttingen tätig. Außerdem arbeitet er in leitender und beratender Funktion für soziokulturelle Großprojekte wie „Schaumburger Friede“ (künstlerischer Berater), „Zeitreise zu Michaelis 2010″ , einem Stationentheaterprojekt durch die Geschichte der Stadt Hildesheim (Co-Regie, Schauspiel) oder „Nordstadt in Bewegung“ (Künstlerische Leitung / Regie), einem Lipdub-Musik-Video-Projekt mit 400 Bürgern der Hildesheimer Nordstadt. Seit 2012 ist er mit der theatralen subversion nach Dresden gezogen, wo das Kollektiv im Rahmen einer Doppelpass-Residency der Bundeskulturstiftung am Projekttheater Dresden an der Reihe X pe d/t itionen arbeitet.

MICHAEL NEIL McCRAE                                                                              Michael HP Foto klein

(*1985 in Ahrensburg) studierte bis 2014 bei Heiner Goebbels Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Er war mitverantwortlich für die Kunstaktion „Leaving the 21st century – Boycotts are now much easier!“, in deren Zuge die Hauptbühne des Maxim Gorki Theaters während des Osterfestivals 2013 besetzt wurde. Bereits vor und neben seinem Studium war er als Regisseur, Dramaturg und Produzent tätig. Nach dem Studium folgten Engagements als Regieassistent am Staatsschauspiel Dresden und Staatstheater Stuttgart. Mit der theatralen subversion arbeitet er seit 2013 als Regisseur und Dramaturg zusammen („Terra Cognita“ 2013/14, „Die Kunst zu sterben“ 2016, „Mikropolis“ 2016 im Rahmen des Kunstfest Weimar in Zusammenarbeit mit dem Stellwerk Weimar). Seit Ende 2014 lebt Michael in Dresden.
                                                                                                                                                

STEPHANIE KRAH                                                                                          Steph Porträt blau (*1984 in Hachenburg) studierte Philosophie-Künste-Medien an der Universität Hildesheim und ist seit 2009 als freischaffende Musikerin, Sounddesignerin und Performerin in den Bereichen Tanz und Theater tätig. Spätestens seit ihrer sehr engen Zusammenarbeit mit der theatralen subversion im Rahmen der Doppelpass-Förderung der Bundeskulturstiftung 2013/14 ist sie Mitglied des Kollektivs. Weitere Kooperationen bestehen mit den von Anna Menzel und Ivana Sajević gegründeten The Lovefuckers (Berlin) und der Frl. Wunder AG (Hannover), mit der sie 2014 im Rahmen des Turn-Fonds als Musikerin für das Projekt Msonkano/Begegnungen in Malawi und 2015 als Musikalische Leitung des Bürgerbühnenprojekts „Der schönste Tag des Lebens” am Oldenburgischen Staatstheater tätig war. Stephanie arbeitet und lebt in Dresden.

Zeichnungen: © KENDIKE /Fotos: Weyrauch, Krah