Positionen:

 

Wir finden und entwickeln unsere Stoffe selbst. Wir sind Autor*innen, Produzent*innen, Performer*innen, Dramaturg*innen und Regisseur*innen.

Unsere Arbeiten sind dokumentarisch und fiktional, theatral und performativ, analog und multimedial. Unser Interesse gilt dem Dazwischen. Wir entwickeln Formate für Bühnen und den öffentlichen Raum. Wir arbeiten interdisziplinär. Wir richten uns nicht an ein Publikum.

Grundlage unserer Produktionen ist Recherche. Recherche braucht Zeit. Wir suchen nach dem Dahinter, Darunter, Darüber. Das heißt, wir interessieren uns für Themen, Stimmen und Perspektiven, die in der öffentlichen Wahrnehmung nur am Rande oder gar nicht stattfinden. Wir suchen nach Allgemeingültigkeit im Singulären und nach den Voraussetzungen von Gegenwart. In diesem Sinne verstehen wir unsere Arbeit als politisch.

Wir arbeiten in Netzwerken. Wir entwickeln unsere Produktionen gemeinsam mit Spezialist*innen. Wir verstehen künstlerische Kooperation als kollektiven Prozess und nicht als Dienstleistungsgewerbe. Dieser Prozess ist nicht frei von Hierarchien. Mit diesem Umstand gehen wir bewusst um.

Wir arbeiten unabhängig von Institutionen, gleichzeitig hängt unsere Existenz von öffentlicher Förderung und der Zusammenarbeit mit koproduzierenden Institutionen ab. Dieser Widerspruch ist im besten Fall produktiv.

Das Erkennen einer Handschrift überlassen wir den anderen. Uns eint die Freude am Experiment.

 

Künstlerische Leitung:

 

ROMY WEYRAUCH 

(*1983 in Erfurt/Thüringen) wuchs in Berlin auf und studierte in Exeter/GB (Drama) und bis 2011 in Hildesheim (Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis) mit Abschluss Diplom. Vor dem Studium war sie 3 Jahre Ensemblemitglied des Jugendtheaters P14 der Volksbühne Berlin. Im Rahmen eines FKJ hospitierte sie ein Jahr am Schauspiel Leipzig, führte dort ihre erste Regie und arbeitete anschließend als Regieassistentin für Armin Petras („krieg böse 5″). Während des Studiums war sie als Performerin und Regisseurin in verschiedenen Produktionen der Freien Szene tätig. Ihre Diplominszenierung „abstracts of men“ wurde 2010 u.a. am Maxim Gorki Theater Berlin im Rahmen des Osterfestivals der Kunsthochschulen gezeigt. Seitdem arbeitet sie als freie Theatermacherin, u.a. als Mitglied des Theater- und Performancekollektivs theatrale subversion.

MICHAEL NEIL McCRAE                                                                              

(*1985 in Ahrensburg) studierte bis 2014 bei Heiner Goebbels Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Er war mitverantwortlich für die Kunstaktion „Leaving the 21st century – Boycotts are now much easier!“, in deren Zuge die Hauptbühne des Maxim Gorki Theaters während des Osterfestivals 2013 besetzt wurde. Bereits vor und neben seinem Studium war er als Regisseur, Dramaturg und Produzent tätig. Nach dem Studium folgten Engagements als Regieassistent am Staatsschauspiel Dresden und Staatstheater Stuttgart. Mit der theatralen subversion arbeitet er seit 2013 als Regisseur und Dramaturg zusammen („Terra Cognita“ 2013/14, „Die Kunst zu sterben“ 2016, „Mikropolis“ 2016 im Rahmen des Kunstfest Weimar in Zusammenarbeit mit dem Stellwerk Weimar). Seit Ende 2014 lebt Michael in Dresden.

 

Netzwerk:

 

MARIA HERLES 

(*1981 in Annaberg) studierte an der Universität Hildesheim und ist seitdem eine feste Größe der niedersächsischen Theaterlandschaft. Sie ist Spielstättenleiterin des Theaterhaus Hildesheim und hier v.a. für die Veranstaltungstechnik verantwortlich. Mit dem Theater- und Performancekollektiv theatrale subversion arbeitete sie seit seiner Gründung im Jahr 2003 immer wieder projektbezogen zusammen. Zuletzt bei der Bühnenproduktion „Die Kunst zu sterben“, dessen technische Leitung sie übernahm.

NORMAN GROTEGUT 

(*1982 in Dresden / Sachsen) studierte in Landau in der Pfalz (Sprechwissenschaften und Anglistik) und in Hildesheim (Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis). Seine Studien schloss er 2011 mit dem Diplom ab. Derzeit lebt er in Berlin und arbeitet als freier Sprecher, Schauspieler, Dokumentar- und Animationsfilmer, sowie als Medienpädagoge.Sein persönlicher Schwerpunkt liegt dabei in den dokumentarischen Erzählformen. Er arbeitete bei verschiedenen Musik- und Sprechtheaterproduktionen als Regieassistent bevor er in Hannover beim theater fensterzurstadt in mehreren Produktionen („five spot after dark“ und in der Reihe „Hannover mon amour“) zu sehen war. Außerdem arbeitete er an drei abendfüllenden Dokumentarfilmen als Kameramann mit (u.a. „Im besten Alter“ mit Sendetermin auf ARD 1 extra) und gab medienpädagogische Workshops u.a. an der Universität Hildesheim, in der Beiersdorf AG und dem Cinema Jenin in Palästina.

MARTIN ZEPTER 

(*1976 in Ansbach / Bayern) ist Regisseur, Dramaturg und Produzent für freies Theater. Er studierte in Würzburg (Germanistik, Anglistik und Philosophie), London (Theaterregie) und Hildesheim (Szenische Künste) und schloss mit dem Diplom der Kulturwissenschaften ab. Seit 2003 realisiert er jährlich Stücke mit dem freien Theaterkollektiv theatrale subversion. Von 2005 bis 2010 war er Geschäftsführer und Teil der künstlerischen Leitung des Theaterhaus Hildesheim (www.theaterhaus-hildesheim.de), das unter seiner Leitung zu einer wichtigen Spielstätte für freies Theater in Niedersachsen avancierte. Im Wintersemester 2008/09 war er als Lehrbeauftragter an der Uni Hildesheim für die Leitung der Presse und Öffentlichkeitsarbeit des Theater- und Performancefestivals transeuropa2009 (transeuropa-festival.de) beschäftigt. Im Jahre 2009 und 2010 war er als Regisseur für das Projekt „Stadt in Zukunft“ am Deutschen Theater Göttingen tätig. Außerdem arbeitet er in leitender und beratender Funktion für soziokulturelle Großprojekte wie „Schaumburger Friede“ (künstlerischer Berater), „Zeitreise zu Michaelis 2010“ , einem Stationentheaterprojekt durch die Geschichte der Stadt Hildesheim (Co-Regie, Schauspiel) oder „Nordstadt in Bewegung“ (Künstlerische Leitung / Regie), einem Lipdub-Musik-Video-Projekt mit 400 Bürgern der Hildesheimer Nordstadt. Seit 2012 ist er mit der theatralen subversion nach Dresden gezogen, wo das Kollektiv im Rahmen einer Doppelpass-Residency der Bundeskulturstiftung am Projekttheater Dresden an der Reihe X pe d/t itionen arbeitet.                                                                                                                                        

STEPHANIE KRAH                                                                                           

(*1984 in Hachenburg) studierte Philosophie-Künste-Medien an der Universität Hildesheim und ist seit 2009 als freischaffende Musikerin, Sounddesignerin und Performerin in den Bereichen Tanz und Theater tätig. Spätestens seit ihrer sehr engen Zusammenarbeit mit der theatralen subversion im Rahmen der Doppelpass-Förderung der Bundeskulturstiftung 2013/14 ist sie Mitglied des Kollektivs. Weitere Kooperationen bestehen mit den von Anna Menzel und Ivana Sajević gegründeten The Lovefuckers (Berlin) und der Frl. Wunder AG (Hannover), mit der sie 2014 im Rahmen des Turn-Fonds als Musikerin für das Projekt Msonkano/Begegnungen in Malawi und 2015 als Musikalische Leitung des Bürgerbühnenprojekts „Der schönste Tag des Lebens” am Oldenburgischen Staatstheater tätig war. Stephanie arbeitet und lebt in Dresden.

SALIM BEN MAMMAR   

(*1989, geboren in Algerien) schloss im Sommer 2014 die Tanzausbildung am Zentrum für Zeitgenössischen Tanz, in Köln, ab. 2005 erlernte er, „L art du déplacement“, in Paris bei „Yamakasi“. Vor dem Tanzstudium absolvierte er in Freiburg (D) eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker und begann parallel zur Ausbildung am Freiburger Stadttheater als Parkourlehrer zu unterrichten und Fortbildungen zu leiten. Schnell fand Salim den Weg auf die Bühne wo er bis heute zu sehen ist. Anstoss dazu gaben Gary Joplin und Graham Smith. Seitdem arbeitete und tanzte Salim u.a. mit und für, Willi Dorner, Club Guy&Roni, BoKomplex, Ludger Vollmer (Regi), Didier Théron, Aura Dance Company, Vera Sander, Douglas Bateman, theater die Baustelle, Nanine Linning Dance Company (als Gast), Stephan Weiland (Regi), Theater im Marienbad, Oper Bonn, Nina Wollny, Nina Hänel, Polymer DMT, Dwayne Holliday und viele mehr. Salim Ben Mammar lebt heute in Köln & Freiburg, tanzt, choreographiert, unterrichtet zeitgenössischen Tanz, Parkour und ist zertifizierter & lizensierter Gyrokinesis® Trainer.

JENNY BARTHOLD  

(*1978 in Dresden) studierte Architektur in Dresden und ist seit 2006 als Bühnen- und Kostümbildnerin in der Freien Szene vor allem in Schleswig-Holstein und Sachsen freiberuflich tätig gewesen. Am Staatschauspiel Dresden arbeitete sie seit 2013 als Bühnen- und Kostümbildassistentin und war hier seit der Spielzeit 2015/2016 als feste Ausstattungsassistentin engagiert. In dieser Zeit stattete sie unter anderem mehrere Bürgerbühnen-Clubs und das Bürgerdinner aus. In der Spielzeit 2016/2017 hat sie für die Inszenierung „Secondhand-Zeit. Leben auf den Trümmern des Sozialismus“ (Regie: David Benjamin Brückel) Bühne und Kostüme entworfen. Seit 2017 ist Jenny Barthold wieder freischaffend unterwegs. Für die theatrale subversion stattete sie den Videowalk „Meine fremde Stadt“ am tjg. theater junge generation Dresden aus.

DANIEL WILLIAMS  

(*19.. Schottland) hat als Komponist und Bühnen-musiker zahlreiche Soundtracks für Theater Derevo produziert, darunter auch für die preisgekrönten Shows ‘Ketzal’ und ‘Mephisto Walz’. Weitere Kooperationen u.a. mit The Guts Company, Valentine Tzin, The JuWie Dance Company, Yamile Navarro und Freaks und Fremde (letzte Produktion: “Der Bau”). Er lässt seine Musik aber auch gern für sich spielen: Als Musiker hat er auf Festivals in Deutschland und Taiwan gespielt, darunter DAVE, CYNETART und Tapei Soul. Im Sommer 2017 war er mit einem Live-Set beim Drone Sleepover in Berlin zu sehen. Zudem veröffentlichte er als „Ghostradio“ auf Lockertmatik und phonocake.

DAVID CAMPESINO  

(*1979 in Valladolid, Spanien) ist Filmemacher, Fotograf und Bildender Künstler. Zusammen mit AnnaMateur und Max Rademann gründete er das „Büro für Ordnung und Chaos“. Er produziert Filme für die Komponistin Sarah Nemtsov, für ARTE und in Zusammenarbeit mit Sebastian Linda. Seit 2009 nahm er an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Italien und Spanien teil und erhielt Preise und Stipendien, zuletzt das Stipendium für ein Residenzprogramm im Atelierhaus Salzamt in Linz/Österreich. Seit 2012 arbeitet er zudem als Gastdozent an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Im Theater- und Performancebereich arbeitete er das letzte Mal im Dezember 2017 für die Produktion „Abgezockt“ am Staatsschauspiel Dresden, für die er als Videokünstler engagiert war.

HEIKE ZADOW  

Heike Zadow (*1989 in Luckau) ist selbstständige Kulturproduzentin. Seit 2017 wohnt sie in Dresden und arbeitet unter anderem für the guts company, Villa Wigman für TANZ e.V. und als Netzwerkkoordinatorin des TanzNetzDresdens. Vor, während und nach dem Studium in Görlitz, welches sie 2015 mit dem Bachelor of Arts in Kultur und Management beendete, arbeitete sie in diversen Projekten, wie für das zeitgenössische Kunstfestival „Zukunftsvisionen« in Görlitz, für die Kinofilmproduktion von »Holger & Hanna [und der ganze kranke Rest]«, in Berlin bei der SingerSongwriter-Plattform TVnoir und am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau als Assistentin der Tanzcompany-Leitung und Projektleitung des Orchesterprojekts »Turangalîla«.

ELISABETH LINDIG

HENRIKE TERHEYDEN

ALJOSCHA DOMES

KATHARINA BILL

SASCHA HERMETH

LORENZ PILZ 

BÄRBEL ASCHENBERG

THIMO TEICHE

KATZE & KRIEG